osterheider.ioKontakt
← Alle Artikel

Was kostet eine App? App-Entwicklung-Kosten 2026 realistisch erklärt

Was kostet es, eine App entwickeln zu lassen? Realistische Preisspannen für iOS- und Android-Apps, die größten Kostentreiber und konkrete Beispiele – ohne Agentur-Nebel.

„Was kostet eine App?" ist die häufigste Frage in meinen Erstgesprächen – und die Antwort „kommt drauf an" hilft niemandem. Deshalb hier die ehrliche Version mit Zahlen: was App-Entwicklung 2026 wirklich kostet, wovon der Preis abhängt und wo Sie sparen können, ohne das Projekt zu gefährden.

Die kurze Antwort

  • Einfache App (keine Anmeldung, kein eigenes Backend): ab 5.000€
  • Typische Business-App (Login, Backend, Push, 2–3 Kernfunktionen): 7.000–25.000€
  • Komplexe App (mehrere Nutzerrollen, Zahlungen, Echtzeit-Funktionen, beide Plattformen nativ): 25.000–60.000€+

Diese Spannen gelten für die Zusammenarbeit mit einem einzelnen erfahrenen Entwickler oder einem kleinen Team. Klassische Agenturen liegen für denselben Funktionsumfang oft beim Doppelten bis Dreifachen – dazu unten mehr.

Die fünf größten Kostentreiber

1. Funktionsumfang (der mit Abstand wichtigste Faktor)

Jede Funktion kostet Entwicklungszeit – und zwar nicht linear. Eine Liste mit Daten anzeigen ist schnell gebaut. Dieselbe Liste mit Offline-Synchronisation, Suchfunktion, Filtern und Mehrbenutzer-Konflikten ist ein Vielfaches an Aufwand. Die teuersten Funktionswünsche in der Praxis:

  • Benutzerkonten und Login (inkl. Passwort-Zurücksetzen, Apple/Google Sign-in, DSGVO-Löschung)
  • Zahlungen (In-App-Purchases, Abos, Store-Richtlinien)
  • Echtzeit-Funktionen (Chat, Live-Standorte, gemeinsames Bearbeiten)
  • Offline-Fähigkeit mit Synchronisation
  • Schnittstellen zu Bestandssystemen (Warenwirtschaft, CRM, ERP)

2. Eine Plattform oder beide?

Nur iOS oder nur Android halbiert den Aufwand gegenüber zwei nativen Apps. Wenn beide Plattformen von Anfang an nötig sind, ist Cross-Platform mit React Native oft der wirtschaftlichere Weg: eine Code-Basis, beide Stores, typischerweise 30–40% günstiger als zwei native Apps.

3. Backend: ja oder nein?

Apps ohne Server-Komponente (alles läuft lokal auf dem Gerät) sind deutlich günstiger. Sobald Nutzer sich anmelden, Daten zwischen Geräten synchronisieren oder miteinander interagieren, braucht es ein Backend. Moderne Dienste wie Supabase oder Firebase halten diese Kosten im Rahmen – ein komplett individuelles Backend lohnt sich erst bei speziellen Anforderungen.

4. Design-Anspruch

Ein sauberes, funktionales UI auf Basis der Plattform-Standards (SwiftUI, Material Design) ist im Projektpreis enthalten. Ein vollständig individuelles Design mit Animationen, Illustrationen und eigenem Designsystem kann 2.000–10.000€ zusätzlich kosten.

5. Wer entwickelt?

AnbieterTypischer Preis für eine Business-AppWorauf Sie achten sollten
Freelancer / Einzelentwickler7.000–25.000€Erfahrung & Referenzen prüfen, Wartung klären
Kleine Agentur20.000–60.000€Wer entwickelt tatsächlich? Oft Subunternehmer
Große Agentur50.000–150.000€+Overhead: PM, Account-Management, Meetings
Baukasten / No-Code0–5.000€Schnell limitiert, Vendor-Lock-in, oft schwache UX

Versteckte Kosten, die oft vergessen werden

  • Apple Developer Program: 99$ pro Jahr, Google Play: einmalig 25$
  • Server-/Backend-Betrieb: bei moderater Nutzung oft 0–50€/Monat, wächst mit den Nutzerzahlen
  • Wartung: iOS und Android bringen jährlich neue Versionen. Ohne Pflege altert eine App schnell – rechnen Sie mit 10–20% der Entwicklungskosten pro Jahr oder einem festen Wartungspaket
  • Store-Review-Schleifen: Apple lehnt Apps auch mal ab; Nachbesserungen sollten im Angebot enthalten sein

Wie Sie das Budget klein halten – ohne das Projekt zu gefährden

  1. Starten Sie mit einem MVP. Die 2–3 Funktionen, die das Kernproblem lösen – nicht mehr. Wie das konkret abläuft, beschreibe ich im Artikel MVP-App in 4–8 Wochen.
  2. Eine Plattform zuerst. Wo ist Ihre Zielgruppe? B2B in Deutschland → oft Android zuerst. Premium-Endkunden → oft iOS zuerst.
  3. Plattform-Standards statt Custom-Design. Native UI-Komponenten sind schneller gebaut, vertrauter für Nutzer und günstiger zu warten.
  4. Festpreis statt Tagessatz. Ein seriöses Festpreis-Angebot nach einem Scoping-Gespräch verlagert das Kalkulationsrisiko zum Entwickler – nicht zu Ihnen.

Konkrete Beispielrechnungen

Interne Service-App für Techniker (Auftragsliste, Fotos, Unterschrift, offline-fähig, nur Android): ca. 8.000–15.000€.

Kundenbindungs-App für ein Ladengeschäft (Stempelkarte, Push-Aktionen, News, iOS + Android via React Native): ca. 10.000–20.000€.

Buchungs-App mit Bezahlung (Konten, Kalender, Online-Zahlung, Admin-Bereich, beide Plattformen): ca. 25.000–45.000€.

Fazit

Eine seriöse Kostenschätzung braucht kein wochenlanges Lastenheft – aber ein konkretes Gespräch über Ihr Vorhaben. Ich kalkuliere App-Projekte als persönlicher Entwickler im Ruhrgebiet transparent zum Festpreis: Sie sagen mir, was die App können soll, ich sage Ihnen, was sie kostet – inklusive Store-Veröffentlichung und ohne Agentur-Aufschlag.

Erzählen Sie mir von Ihrer App-Idee – Sie bekommen innerhalb eines Werktags eine erste Einschätzung zu Aufwand und Kosten.

Sie planen eine eigene App, eine Webseite oder mehr Sichtbarkeit bei Google? Erzählen Sie mir von Ihrem Vorhaben – Sie bekommen innerhalb eines Werktags eine ehrliche Einschätzung.

Projekt besprechen

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache App?+
Eine einfache App ohne eigenes Backend – etwa ein internes Werkzeug oder eine App, die vorhandene Daten anzeigt – startet bei etwa 5.000€. Sobald Login, Datensynchronisation oder Push-Benachrichtigungen dazukommen, liegen typische Projekte bei 7.000–25.000€.
Warum sind Apps von großen Agenturen so viel teurer?+
Agenturen kalkulieren Projektleiter, Account-Manager, Designer, mehrere Entwickler und Overhead ein – oft mit Tagessätzen von 800–1.200€ pro Person. Bei einem einzelnen erfahrenen Entwickler zahlen Sie nur für die tatsächliche Arbeit am Produkt.
Was kostet der Betrieb einer App pro Monat?+
Rechnen Sie mit laufenden Kosten für App-Store-Gebühren (Apple: 99$/Jahr, Google: einmalig 25$), Server/Backend (oft 0–50€/Monat bei moderater Nutzung) und Wartung. Ein Wartungspaket mit OS-Updates und Bug-Fixes liegt je nach App-Komplexität typischerweise bei 100–500€/Monat.
Kann ich mit einem kleinen Budget starten und später erweitern?+
Ja – das ist sogar der empfohlene Weg. Ein MVP mit den 2–3 wichtigsten Funktionen ist ab etwa 5.000–10.000€ realisierbar und nach 4–8 Wochen im Store. Erweiterungen folgen dann auf Basis von echtem Nutzer-Feedback.